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24 Apr Wie läuft’s so am Weingut Kapper!

Ich möchte mit euch einmal eine kleine Bilanz unseres Betriebes ziehen. Keine Sorge, ihr müsst euch nicht großartig mit Zahlen herumschlagen und braucht euch auch nicht um den wirtschaftlichen Erfolg Sorgen machen. Es geht mehr um eine Art von Inventur bzw. Zwischenbilanz unserer derzeitigen Entwicklungen.

Die Menschen

Mit meiner Frau Beate bewirtschafte ich einen Familienbetrieb, den wir von meinen Eltern Franz und Theresia übernommen haben. Meine Mutter Theresia ist noch voll aktiv, sei es in der Küche, im Hausgarten oder im Weingarten. Mein Vater Franz ist ebenso noch immer eine wichtige Stütze im Weinverkauf und hat vielleicht auch schon mit euch unseren Kostkeller besucht. Sohn Thomas ist voll im Betrieb eingesetzt und ist im August mit seiner Freundin Nina in seinen Zubau über dem Wohnhaus meiner Eltern eingezogen. Tochter Lisa hat ihr Studium schon seit längerem erfolgreich abgeschlossen und steht mit beiden Beinen im Berufsleben. Sie wohnt zwar in Graz, unterstützt den Betrieb aber wann immer sie kann.

Wein und Weingärten

Der Weissburgunder vom Nussberg ist mittlerweile sehr bekannt und die Weinpatenschaft mit dem Sauvignon blanc Nussberg gemeinsam mit der Familie Gartner ein voller Erfolg. Wir haben fast das ganze Sortenspektrum selbst angepflanzt. In den letzten Jahren haben wir den Blauburger durch einen Grauburgunder ersetzt und den Blauen Wildbacher durch Welschriesling. Dafür soll im nächsten Jahr eine alte Welschrieslinganlage durch Weissburgunder ersetzt werden. Ein Sorgenkind ist inzwischen auch Geschichte: unser St. Laurent wurde im letzten Jahr durch Weissburgunder ersetzt. Es zeigt auch, dass die Sorte Weissburgunder immer wichtiger wird.

Nachhaltiger Betrieb

Und was wäre die Ernte und die Verarbeitung der Trauben aus insgesamt 9 ha im 2010 modern sanierten Weinkeller ohne unseren Mitarbeiter Michi, der hilfreicherweise gleich aus unserer Nachbarschaft kommt. Mit unserer Größe sind wir zwar nicht mehr so klein, aber nicht jede Investition wollen wir selbst tätigen. So vertrauen wir schon seit Jahren auf unseren Lohnabfüller Eckart Paschek, meinen ehemaligen Meisterkurskolleggen. Ebenso bereits seit 1998 setzen wir auf unsere Hackschnitzelheizung mit Holz aus dem eigenen Wald und seit 2012 auf eine 9.3 kwp PV-Anlage, durch die wir 70% des erzeugten Stroms selbst im Betrieb verarbeiten.

Bei den letzten Weingartenanlagen haben wir bewusst auf Graseinsaaten mit Kräutermischungen gesetzt und die neuen Weingartensäulen sind gewollt angerostet – es ist CorTen Stahl. So versuchen wir Ökologie, Ökonomie und soziale Aspekte sinnvoll in unserem Betrieb einzusetzen und zu ergänzen. Seit einem Biozertifizierungskurs habe ich mich intensiv mit dem Thema „Bio“ beschäftigt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass mein Weg eher in Richtung „Nachhaltigkeit“ gehen wird. Und so habe ich im letzten Jahr den ohnehin sehr schmalen Herbizidstreifen mechanisch bearbeitet, weniger oft das Gras gemäht und auch beim Pflanzenschutz auf nützlingsschonende Verfahren gesetzt.

Zukunft

So sieht also die derzeitige Zwischenbilanz unseres Betriebes aus. Aber auch der Blick in die Zukunft darf nie fehlen. In den nächsten 10 Jahren werde und möchte ich definitiv noch die Hauptverantwortung für unseren Betrieb tragen. Und keine Sorge – es geistern noch genügend Ideen in meinem Kopf herum, die diese Jahre sicher interessant und spannend machen werden….

Folgt uns auf Facebook und begleitet uns bei der Umsetzung dieser Ideen!

1Comment
  • Josef Meister
    Posted at 21:48h, 25 April Antworten

    ja es sind viele Leute interessiert, danke für die schönen und sinnvollen Erläuterungen!

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